Am 21.02. in Mannheim durfte ich beim Women Business Iftar 2026 erleben, was entsteht, wenn Begegnung mehr ist als Networking — wenn Menschen zusammenkommen, um wirklich zuzuhören, voneinander zu lernen und Verantwortung gemeinsam zu denken. Veränderung beginnt nicht auf großen Bühnen, sondern in echten Gesprächen. Die Kraft entsteht im Bündnis.
Viele Business-Events folgen einem vertrauten Muster: straffe Programme, schnelle Gespräche, viel Sichtbarkeit und oft wenig Raum für Tiefe. Dieser Abend war anders. Das gemeinsame Fastenbrechen war kein kulturelles Beiwerk, sondern ein verbindender Moment des Innehaltens. Es entstand eine Atmosphäre, in der Austausch nicht strategisch wirkte, sondern ehrlich und zugewandt.
Besonders bewegt hat mich die Keynote von Magdalena Rogl. Ihre Worte darüber, Räume zu betreten, in denen sie eigentlich nicht vorgesehen war — und trotzdem zu bleiben — haben deutlich gemacht: Zugehörigkeit wird nicht vergeben. Sie wird gelebt und eingenommen. Dieser Gedanke hat den Abend getragen.
Im Panel „Redefining Rules – Wenn Frauen Systeme verändern“ wurde sichtbar, wie Verantwortung heute neu gedacht werden kann. Mina Habsaoui lebt technische Führung in einer lange männlich dominierten Branche. Sogol Kordi entwickelt mit myProtectify digitale Lösungen gegen Partnerschaftsgewalt. Amela Turkmanovic, CFP®️, EFA®️, verbindet mit GREEN FamilyOffice GmbH Vermögen und Nachhaltigkeit neu. Betül Y. zeigt mit beedrop, dass Naturverbundenheit und wirtschaftlicher Erfolg zusammengehören.
Was alle verband, war weniger der berufliche Hintergrund als eine gemeinsame Haltung. Es ging nicht um Erfolg als Selbstzweck, sondern um Wirkung — um Schutz, Umwelt, Verantwortung und gerechtere Systeme. Der Abend hat gezeigt, was entsteht, wenn unterschiedliche Perspektiven nicht als Diversitätspunkt behandelt werden, sondern strukturell Raum bekommen. Wenn kulturelle Selbstverständlichkeit, wirtschaftliche Kompetenz und gesellschaftliche Verantwortung gemeinsam gedacht werden.
Danke an Meriam Lebdiri, Selma Lebdiri und Amina Ben Bouzid für die Einladung und für einen Raum voller Perspektiven, Offenheit und echter Begegnungen.
Danke auch an Erika Schroth, Sylvia Brodbeck, Iris Rosenbauer, Sheherazade Preuß und Irma Drakul für die tollen Gespräche.
Vielleicht beginnt echter Wandel genau dort: wo Menschen nicht nur teilnehmen, sondern gemeinsam gestalten.



