Hilde's Heim an der Lahn

Zwei Tage Berlin, die noch ordentlich nachhallen

Am 18. und 19. März war ich beim Jahreskongress „Wohnen und Pflege im Alter“ von Heuer Dialog – und ich sag’s, wie es ist: Das war nicht nur gut organisiert, das war inhaltlich richtig stark.

Schon der Auftakt im Tertianum Berlin hatte genau die richtige Mischung aus Atmosphäre und Substanz. Die Gespräche beim Get-together, das Flying Buffet (ja, das war wirklich so gut, wie alle sagen) und die Impulse von Max Thinius – da war sofort Energie im Raum. Man hat gemerkt: Hier geht es nicht um Theorie, sondern um echte Zukunftsfragen.

Was mich besonders beschäftigt hat: Wir reden ständig über „Senioren“ – aber die gibt es so pauschal einfach nicht. Genau das wurde auch im Austausch mit Jan Garde und seinem Ansatz bei THE EMBASSIES deutlich. Dieses Denken in Gemeinschaft statt Schubladen – das ist nah an dem, was wir in Hildes Heim leben.

Richtig spannend fand ich auch die Diskussionen rund um neue Wohnmodelle.
Was Malte Schröder von Urbansky Architekten vorgestellt hat, zeigt klar: Es geht künftig viel stärker um intelligente Flächennutzung, Bezahlbarkeit und echte Gemeinschaft. Und auch die rechtlichen Perspektiven von Dr. Damian Tiggeshaben mir nochmal vor Augen geführt, wie komplex die Umsetzung in der Praxis wirklich ist.

Ein echtes Highlight für mich persönlich war das Panel zur Frage: „Welche Wohnformen haben wirklich Zukunft?“

Mit auf dem Podium: Amelie Drews, Carina Krey, Stephan Hüssen – und ich mittendrin. Moderiert wurde das Ganze souverän von Claudia Mattheis von LIVVING.

Und genau da wurde es greifbar: Die Vielfalt an Konzepten ist riesig. Aber die Herausforderungen sind es eben auch – Finanzierung, Betrieb, Fachkräfte, Regulierung. Da gibt es nichts schönzureden.

Was ich für mich mitnehme: Wir brauchen keine Hochglanzkonzepte, die auf dem Papier funktionieren. Wir brauchen Lösungen, die im Alltag tragen. Für echte Menschen. Mit echten Bedürfnissen.

Und ja – es war auch einfach schön, viele bekannte Gesichter zu sehen und neue Kontakte zu knüpfen. Ein besonderer Dank geht auch an Siegbert Mattheis, der als Fotograf wieder einmal genau die richtigen Momente eingefangen hat – und natürlich an Claudia Mattheis, die das Ganze mit viel Engagement begleitet hat.

Danke an Yvonne Traxel und das gesamte Team von Heuer Dialog für diese zwei Tage. Und an alle, die dabei waren – für den offenen, ehrlichen Austausch.

Ich komme mit vielen Gedanken zurück nach Biskirchen. Und mit noch mehr Motivation.

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